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Wie Sie schnell & einfach Ihre Abfindung bekommen

Sie wurden gekündigt oder Ihnen wurde ein Aufhebungsvertrag vorgelegt? Sie fragen sich, ob Sie eine Abfindung bekommen können und wie es um ihre Rechte steht? Dann ist dieser Beitrag genau richtig für Sie.

Hier gleich eine gute Nachricht:
85% der gekündigten Arbeitnehmer erhalten eine Abfindung, wenn ihre Kündigung rechtswidrig ist. Wann deine Kündigung als rechtswidrig gilt und alle weiteren relevanten Infos für deine Abfindung bekommen sie in diesem Beitrag.

Abfindung Definition

Eine Abfindung ist ein Geldbetrag, den ein Arbeitgeber einem entlassenen Angestellten bei der Kündigung einmalig auszahlt. Dieser Beitrag gilt als “Wiedergutmachung” für die Kündigung.

Wichtig für Sie zu wissen:

Wenn Sie gekündigt wurden, haben Sie keinen Anspruch auf eine Abfindung. Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet dem ehemaligen Angestellten nach einer Kündigung eine Abfindung zu zahlen. Aber keine Sorge. Denn es gibt bestimmte Kriterien, die mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür sorgen, dass Sie eine Abfindung bekommen.

Abfindung bei Kündigung – Wie stehen meine Chancen?

Die Antwort hängt von Ihrer Kündigung und Ihrer Unternehmen ab. Eine Abfindung kommt bei Kündigungen dann in Betracht, wenn das Arbeitsverhältnis und die Kündigung eines der folgenden Kriterien erfüllt:

  • Das Unternehmen, in dem Sie gearbeitet haben, hat mehr als 10 Mitarbeiter und Sie haben dort länger als 6 Monate gearbeitet
  • Sie wurdest während dem Mutterschutz, der Elternzeit oder der Schwangerschaft gekündigt
  • Sie haben einen Grad der Behinderung von mindestens 50 % und das Integrationsamt hat der Kündigung nicht zugestimmt

Wenn eine oder mehrere dieser Kriterien zutreffen, kann die Kündigung als rechtswidrig gelten. Das Kündigungsschutzgesetz greift in diesem Fall und die Abfindung kann mit Erfolg erklagt werden, wenn der Arbeitgeber die Abfindung nicht freiwillig zahlt.

Wenn Sie die Klage wahrscheinlich gewinnen, sind Arbeitgeber oftmals da­zu be­reit, „frei­wil­lig“ ei­ne Ab­fin­dung zu zah­len. Dadurch wollen sie nämlich das fi­nan­zi­el­le Ri­si­ko aus­­sch­ließen, den Pro­zess gegen Sie zu ver­lie­ren und Ihnen deshalb Ihren Lohn für die Zeit nachzahlen zu müssen, die Sie auf­grund der Kündi­gung nicht ge­ar­bei­tet haben. Je höher also die Wahrscheinlichkeit ist, dass Ihre erhaltene Kündigung rechtlich unwirksam ist, umso wahrscheinlicher ist, dass der Arbeitgeber Ihnen eine Abfindung zahlt.

Wichtig:

Wenn Sie eine Kündigung eingereicht bekommen haben, dann müssen Sie innerhalb von 21 Tagen ab dem Eingang der Kündigung aktiv werden. Sie können innerhalb dieser 21 Tage gegen die Kündigung vorgehen und eine Abfindung einklagen.

Abfindungsrechner

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Abfindung bei Kündigung – Höhe der Abfindung

Die Höhe der Abfindung berechnet sich in erster Linie nach Ihrem Bruttomonatsgehalt und der Dauer, wie lange Sie in dem Unternehmen beschäftigt waren. Außerdem spielt die Wahrscheinlichkeit eine Rolle, ob die Kündigung wirksam oder unwirksam ist. Je wahrscheinlicher es ist, dass die Kündigung unwirksam ist (siehe die 3 Kriterien oben von eben), desto höher fällt die Abfindung aus.

Als Daumenregel berechnet sich die Abfindungshöhe in vielen Fällen aus der Multiplikation der Anzahl Ihrer Beschäftigungsjahre im Unternehmen mit 50% des Durchschnitts ihrer letzten 12 Monatsgehälter. Dazu zählen auch Provisionen, Weihnachtsgeld, etc.

Beispiel:

Sie waren 10 Jahre angestellt und ihr letztes Gehalt betrug 2500 €. In diesem Fall rechnen sie wie folgt: 10 x 1250 € = 12500 €.
Die 50% des letzten Jahresgehalts sind aber lediglich eine Faustformel. In Wahrheit kommt es auf das Risiko des Arbeitgebers an, ob er die Klage wahrscheinlich verliert oder, ob er dich rechtmäßig kündigen kann.

Er bietet Ihnen eine hohe Abfindung an, wenn er weiß, dass er Sie aufgrund des Kündigungsschutzes nicht kündigen kann.

Abfindung bei betriebsbedingter Kündigung

Eine betriebsbedingte Kündigung bedeutet, dass ein Arbeitgeber einen Mitarbeiter kündigt, weil er ihn aufgrund betrieblicher Erfordernisse nicht weiter beschäftigen kann.

Wenn Sie aus betriebsbedingten Gründen gekündigt wurden, steht Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen oftmals eine Abfindung zu. Diese Bedingungen müssen erfüllt sein:

  • Kündigungsschutzgesetz anwendbar: Das Kündigungsschutzgesetz muss für das Arbeitsverhältnis gelten. Das heißt dass Sie bereits 6 Monate im Betrieb gearbeitet haben und das Unternehmen mehr als 10 Mitarbeiter hat, die in Vollzeit arbeiten. Wichtig: Auch Teilzeitkräfte zählen – teilweise – als Mitarbeiter.
  • Kündigung OHNE dringende betriebliche Erfordernisse: Ihre Kündigung muss aus einem Grund erfolgen, der im Unternehmen zu suchen ist. Es kann sich dabei zum Beispiel um die Schließung einer ganzen Abteilung oder des gesamten Betriebes handeln. Außerdem darf es keine Möglichkeit geben, Sie auf einem anderen Arbeitsplatz weiterzubeschäftigen. Schließlich darf der Arbeitgeber keinen Fehler bei der Sozialauswahl machen.
  • Klage innerhalb der 3-Wochen-Frist: Sie müssen spätestens 3 Wochen nach Erhalt der Kündigung gegen diese Klage beim Arbeitsgericht einreichen. Ansonsten ist es zu spät und die Kündigung gilt als wirksam – selbst wenn Sie es nicht ist.

Sind diese Bedingungen erfüllt, bestehen grundlegende Zweifel daran, dass der Arbeitgeber Sie kündigen darf. Dadurch haben Sie gute Aussichten auf eine Abfindung von mindestens einem halben Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr – wahrscheinlich sogar mehr!

Abfindung bei fristloser Kündigung

Eine fristlose Kündigung bedeutet, dass der Arbeitgeber oder Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis mit sofortiger Wirkung beenden will.Wird ein Arbeitnehmer fristlos gekündigt, steht ihm für gewöhnlich keine Abfindung zu. Denn ein Mitarbeiter wird normalerweise nur fristlos gekündigt, wenn er erhebliches Fehlverhalten an den Tag gelegt hat.

Nur bei einer betriebsbedingten fristlosen Kündigung besteht die Möglichkeit auf eine Abfindung. Denn in diesem wird der Arbeitnehmer nicht aufgrund von Fehlverhalten entlassen, sondern weil er keine andere Wahl hat.

Wenn der Arbeitnehmer selbst fristlos kündigt, besteht kein Anrecht auf eine Abfindung. Es sei denn, der Arbeitnehmer musste fristlos kündigen, weil der Arbeitgeber vertragswidrig handelte.

Abfindung bei Kündigung wegen Krankheit

Wie steht es um die Chancen einer Abfindung, wenn der Arbeitnehmer aus Krankheitsgründen gekündigt wird? Der Grund der Kündigung, ob Krankheit oder nicht, spielt keine Rolle. Was zählt ist, ob das Kündigungsschutzgesetz greift (die 3 oben genannten Kriterien).

In vielen Fällen ist es für den Arbeitgeber mit einem hohen Risiko verbunden eine Kündigung wegen Krankheit bei Gericht durchzusetzen. Deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass Arbeitgeber dazu bereit sind eine hohe Abfindung zu bezahlen, damit sie rückwirkend kein Gehalt an den Arbeitnehmer bezahlen müssen.  Bei Langzeitkrankheiten gilt das allerdings nicht so. In diesem Fall springt die Krankenkasse ein.

Abfindung bei Kündigung: Arbeitslosengeld

Das Arbeitslosengeld wird bei Erhalt einer Abfindung normalerweise nicht gekürzt. Allerdings sollte der Arbeitnehmer unbedingt prüfen, ob mit der Abfindung eine verkürzte Kündigungsfrist verbunden ist. Wenn dies der Fall ist, verhängt die Bundesagentur für Arbeit nämlich eine Sperrfrist bis zum gesetzlich vorgeschriebenen oder im Arbeitsvertrag vereinbarten Kündigungszeitpunkt.

Kündigung umgehen mit Aufhebungsvertrag

8 von 10 Arbeitnehmern wollen eine Kündigung um jeden Preis umgehen. Sie bringen eine Kündigung häufig mit einem persönlichen Scheitern in Verbindung. Hier kommt der Aufhebungsvertrag ins Spiel.

Ein Aufhebungsvertrag ist eine Vereinbarung zwischen deinem Arbeitgeber und dir, der euer bestehendes Arbeitsverhältnis in beiderseitigem Einvernehmen beendet. Beide Parteien können so eine Kündigung umgehen. Allerdings müssen beide Parteien, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, dem Aufhebungsvertrag zustimmen.

Der Aufhebungsvertrag erscheint als gute und schnelle Lösung, mit der beide Parteien das Gesicht wahren können. Doch schnell ist nicht immer besser. Denn im Normalfall bestehen die Vorteile eines Aufhebungsvertrages zuerst einmal für den Arbeitgeber:

  • Der Arbeitgeber muss keine lange Kündigungsfrist einhalten
  • Die Höhe der Abfindung wird nur mit dem Arbeitnehmer und ohne Arbeitsrechtsanwalt verhandelt. Der Arbeitnehmer geht oft leer aus

Zwar können Arbeitnehmer in den Verhandlungen des Aufhebungsvertrag eine Abfindung aushandeln. Aber dabei kommt es ganz auf das Verhandlungsgeschick des Mitarbeiters an.

Wenn es allerdings statt dem Aufhebungsvertrag zu einer Kündigung und einer anschließenden Kündigungsschutzklage kommt, kann der Mitarbeiter auf seine Kündigungsschutzrechte zurückgreifen und eine objektiv gerechte Abfindung für seine Arbeit im Unternehmen erstreiten. Wird dagegen ein Aufhebungsvertrag geschlossen, zahlt der Arbeitgeber oft nicht so viel Abfindung, wie er im Kündigungsschutzprozess müsste.

Das Prinzip ist dabei uralt: Der Arbeitgeber wird nicht mit seinem besten Angebot in die Vertragsverhandlungen starten und der Arbeitnehmer wird oft vorschnell auf ein Angebot anspringen. Arbeitnehmern fehlt hier häufig die Erfahrung. Hinzu kommt: Finanziell ist das Risiko für den Arbeitgeber im Kündigungsverfahren beträchtlich, gerade wenn sich das Verfahren vor dem Arbeitsgericht hinziehen sollte. Urteilt das Gericht, dass die Kündigung unwirksam ist, muss der Arbeitgeber den gesamten Lohn nachzahlen, obwohl der Mitarbeiter aufgrund der Kündigung nicht gearbeitet hat.

Kündigung oder Aufhebungsvertrag? Wie soll ich vorgehen?

Häufig werden Arbeitnehmer beim Aufhebungsvertrag benachteiligt, ohne es zu wissen. Sie nehmen oft ein zu schlechtes Angebot an, weil ihnen in den seltensten Fällen eine gerechte Abfindung angeboten wird. Nicht jeder weiß um seine Rechte im Falle einer Kündigung. Hinzu kommt, dass sich ein Aufhebungsvertrag negativ auf das Arbeitslosengeld auswirken kann. Muss der Arbeitgeber damit rechnen, auch vor Gericht eine Abfindung zahlen zu müssen, ist deshalb zu empfehlen, keinen Aufhebungsvertrag abzuschließen, sondern es auf eine Kündigung ankommen zu lassen. Außer natürlich, der Mitarbeiter hat bereits einen neuen Arbeitsplatz gefunden, wo er schnellstmöglich beginnen möchte. In diesem Fall ist der Aufhebungsvertrag mit Abfindung ein gutes Mittel, um das bestehende Arbeitsverhältnis schnell zu beenden.

Muss ich die Abfindung versteuern?

Egal ob du deine Abfindung über die Einklage über das Kündigungsschutzgesetz oder über den Aufhebungsvertrag bekommst, du musst die Abfindung versteuern.
Um mehr über die Versteuerung von Abfindungen zu erfahren, schauen Sie sich noch diesen Beitrag an [Link – siehe Artikel 2]

Was wir für Sie tun können

Wenn sie gekündigt wurden oder einen Aufhebungsvertrag vorgelegt bekommen haben, beraten wir sie gerne kostenlos und zeigen ihnen schnell:

  1. wie sie nun vorgehen sollten
  2. ob sie eine Abfindung bekommen können und
  3. wie hoch ihre Abfindung ausfallen kann

Machen sie jetzt den kostenlosen Check mit unserem Abfindungsrechner: